Der GFGH in digitalen Zeiten

Matthias KehlUncategorizedLeave a Comment

  1. Wo steht die Branche Ihrer Erfahrung nach in Sachen Digitalisierung?

Aus unserer Sicht sind die Herausforderungen des GFGH vielfältig. Zum einen entsteht weiterhin Druck durch den LEH und die Konsolidierung von Märkten. Zum anderen sehen wir Unternehmen, deren Geschäft sich in den letzten Jahrzehnten nicht verändert hat. Wir haben unterschiedliche Herausforderungen zum Thema Digitalisierung. Der größte Handlungsbedarf entsteht vorne an der Front. Menschen, die Ihre gewohnte Arbeitsweise verändern müssen. Es ist somit die Aufgabe der Geschäftsführung dafür zu sorgen, Verständnis zu schaffen. Menschen tragen in der Regel aus zwei Gründen Change-Prozesse mit. Es gibt die Einen, die den Willen zu Veränderung haben, weil sie es müssen (also durch Druck) und die Anderen, die es einfach wollen (also aus Lust auf Neues). Es muss also Überzeugungsarbeit geleistet werden. Der GFGH steht unter massivem Preisdruck und somit kann er nur mit Liefertreue und Sortenvielfalt punkten. Beides ist kostspielig und muss durch die Digitalisierung von Prozessen beschleunigt und qualitativ verbessert werden.

  1. Die Sicherheit von Daten und Prozessen ist ein wichtiger Aspekt bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

In der Einführung von neuen Technologien steckt auch immer die Chance, Abläufe zu verändern oder sie zu verbessern. Wir erleben das jeden Tag bei unseren Kunden. Im Laufe der Zeit wurden Workarounds geschaffen, weil es zum Zeitpunkt der Implementierung keine bessere Lösung gab. Und mit neuer Software und mobilen Geräten gibt es auf einmal ganz neue Möglichkeiten. Ich habe vor ein paar Wochen einen schönen Satz dazu gelesen:” Wenn Sie einen Scheißprozess haben und diesen digitalisieren, haben Sie einen scheiß digitalen Prozess”. Es ist zu kurz gedacht, dass bestehende Papier gegen Tablets zu tauschen. Unser Ziel ist es, mit einfacher Software komplexe Prozesse abbilden zu können. Das geht immer nur im Zusammenspiel mit dem Kunden und erfahrenen Beratern, die vor allem die Branche kennen. Dem Thema Datensicherheit sehe ich entspannt entgegen. Dieses Thema ist so alt, wie es IT oder besser gesagt EDV gibt. Unternehmen brauchen heute mobile Anwendungen, um in der Geschäftsführung und im Vertrieb zu jeder Zeit aussagefähig zu sein. Damit muss also entweder beim Kunden vor Ort eine Möglichkeit geschaffen werden, von extern auf Daten zugreifen zu können, oder die Daten liegen in einem professionellen Rechenzentrum. Wir haben mit unseren Cloud-Lösungen eine attraktive Variante geschaffen, Datensicherheit und -verfügbarkeit zu gewährleisten. Eine Vielzahl unserer Kunden nutzen unsere Cloud, weil sie die hohen Anforderungen an Sicherheit bei sich vor Ort nur mit viel größerem (auch monetären) Aufwand darstellen könnten.

  1. Welches sind Ihrer Erfahrung nach die “beliebtesten Fehler” des GFGH in Sachen Digitalisierung?

Generell ist der beliebteste Fehler, wenn es um Digitalisierung geht, den Blick alleine auf die IT-Abteilung zu richten. Sicherlich schlägt hier das Herzstück. Die Impulse sind am besten durch die Unternehmensführung  zu geben, sind aber zumindest durch sie zu tragen. Es geht um die Abbildung von Unternehmensprozessen und diese sind im Unternehmen in der Führungsetage aufzuhängen. Den digitalen Wandel zu verschlafen, sehen wir auch als Gefahr. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen, die sich nicht mit dem Thema auseinandersetzen, sehen wir in Ihrer Existenz gefährdet. Hier wird der Kunde entscheiden, denn dieser steht heute schon mit seinem Smartphone an der Kasse und erwartet seine Rechnung per E-Mail. Es ist also eine Frage der Zeit, bis diese Unternehmen aufwachen – wenn es dann nicht zu spät ist.

  1. Wie kann Ihr Haus die Betriebe des GFGH in Sachen Digitalisierung unterstützen?

Unsere Berater sind mit den neuesten Technologien vertraut und seit Jahren in der Getränkebranche tätig. Damit bieten wir ein großes Prozesswissen, welches wir in unsere Projekte einbringen. Unsere TOP-Themen sind aktuell in den Bereichen Getränkelogistik und Lager-Versand-Steuerung (LVS) zu finden. Auch Hier spüren wir deutlich den Willen zur Verbesserung, genau wie im Bereich Produktion unserer Industriekunden.

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